Verarbeitung chemosensorischer Signale im Bulbus olfactorius

Ein "Geruch" besteht aus einer komplexen Mischung verschiedener Duftmoleküle unterschiedlicher Konzentration. Unser Gehirn kodiert diese Informationsvielfalt in Form räumlicher (und zeitlicher) Aktivitätsmuster in definierten Nervenzellpopulationen des Bulbus olfactorius. Diese Chemotopie unterscheidet sich aufgrund der Multidimensionalität chemischer Reize grundsätzlich von der "Kartierung" visueller oder auditorischer Reize, bei denen lediglich die Eigenschaften, nicht aber die Identität des jeweiligen Stimulus variiert. Innerhalb der Glomeruli, sphärischer Strukturen aus dichtem Neuropil, beobachten wir eine enorme Konvergenz: Olfaktorische Neurone gleicher Rezeptorausstattung projizieren auf einen lateralen und einen medialen Glomerulus je Hemisphäre. In den Glomeruli kommt es zur ersten synaptischen Verschaltung bei der Verarbeitung von Duftinformation.

Gerade im Kontext der Pheromonwahrnehmung ist unser Verständnis der Signalkodierung im akzessorischen olfaktorischen Bulbus noch immer rudimentär. Mit Hilfe von Multi-Elektroden Patch-clamp Ableitungen und simultanen Ca2+ Messungen in Mitral- und Körnerzellen analysieren wir die biophysikalischen Grundlagen der Netzwerkaktivität im Bulbus olfactorius.

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An diesem Projekt beteiligt:
Monika Gorin Chryssanthi Tsitoura Daniela Drose Jennifer Spehr
Monia Gorin Chryssanthi Tsitoura Daniela Drose Jennifer Spehr
 
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